Kirchentag Dortmund
19.06.2019
23.06.2019
Dortmund

Heike, 48 Jahre alt und von Beruf Krankenschwester, hat Freundinnen in München, Hamburg, Stuttgart, Berlin und demnächst wohl auch in Dortmund. Schuld daran ist nur der Kirchentag! „Der ist das Beste, was mir in den letzten zehn Jahren passiert ist!“ behauptet Heike. Angefangen hat alles mit ihrer Scheidung. Danach wollte sie mal raus und eine Städtereise machen. „München wäre ganz nett!“, dachte sich Heike. Aber alleine? Noch dazu als Frau? Dann doch wohl besser eine Gruppenreise?

Bei der Taufe ihrer Nichte fiel ihr der Einladungsflyer zum 2. Ökumenischen Kirchentag in München in die Hände. „Damit ihr Hoffnung habt.“ war die Überschrift. Das passte und Heike meldete sich kurz entschlossen an, ohne so genau zu wissen, worauf sie sich einlässt. Sie entschied sich für ein Privatquartier.

Bis hierher scheint das alles noch ziemlich wenig mit Kirche und Glauben zu tun zu haben. Und als das Programmheft kam, war Heike überfordert. „Vielleicht doch lieber nur Stadt angucken?“

Die großen ökumenischen Themen waren ihr jedenfalls zu groß. Sie landete im geistlichen Zentrum Beratung und Seelsorge. „Das war quasi mein persönliches Kick-off!“

So unbedarft Heike in ihren ersten Kirchentag startete, so profiliert wirbt sie heute für den Kirchentag. Sie weiß längst, dass er sich nicht in persönlicher Begleitung erschöpft. Sie schätzt seine gesellschaftspolitische Bedeutung. In Worte fassen kann sie nicht, wie es sich anfühlt, wenn fünf Tage lang über 100.000 Menschen jeden Alters, unterschiedlicher Religionen und Herkunft zusammenkommen, um ein Fest des Glaubens zu feiern und in rund 2.000 Veranstaltungen über die Fragen der Zeit nachzudenken.

Das muss man einfach erleben!

Der Kirchentagspräsident im Ge